Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule

Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule oder einfach nur Schmerzen?

Mit einem Bandscheibenvorfall ist nicht zu spaßen, auch dann nicht, wenn er sich vorerst durch harmlose Schmerzen zeigt. Bei einem Bandscheibenvorfall ist für gewöhnlich die Gegend der Lendenwirbel betroffen. Seltener, aber deswegen nicht weniger schmerzhaft, ist der Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule. Die Symptome bei einem Bandscheibenvorfall der HWS treten in der Regel durch Schmerzen im Nacken auf. Die Intensität der Schmerzen hängt dabei vom Grad des Bandscheibenvorfalls ab.

Verursacht werden die Schmerzen durch Druck der Bandscheiben auf das Rückenmark bzw. die Nerven, welche in der Wirbelsäule verlaufen. Der Druck durch die Bandscheibe entsteht durch Abnützung der Bandscheiben. Doch nicht jeder Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule ist automatisch von Schmerzen begleitet. Gelegentlich müssen betroffene Personen auf dieses Warnsignal verzichten – was jedoch nicht bedeutet, dass der Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule zu verharmlosen wäre. Hier besteht die Gefahr der weiteren starken Abnützung der Bandscheiben. Um einem solchen Fall vorzubeugen, sollte man sich bei seinem Hausarzt einer regelmäßigen Untersuchung unterziehen. Eventuelle Schäden im Bereich der Halswirbelsäule können vom Arzt sofort diagnostiziert werden.

HWS SyndromJe früher ein Bandscheibenvorfall der HWS erkannt wird, desto einfach ist dessen Behandlung. Hat der Arzt entweder im Rahmen einer Kontrolluntersuchung oder aufgrund von Beschwerden der betroffenen Person einen Bandscheibenvorfall diagnostiziert, folgt je nach Grad der Schwere des Bandscheibenvorfalls die Behandlung.

Eine Behandlung ist aus verschiedenen Gründen nötig. Bei Symptomen wie starken Schmerzen neigen die betroffenen Personen die Stelle, an welchen die Schmerzen auftreten, zu schonen. Das führt jedoch zu Verspannungen der Muskulatur und zu weiteren Schmerzen in der Halswirbelsäule. Weiters ist ohne Behandlung eine weitere Abnützung der Bandscheiben zu befürchten, was die Intensität der Schmerzen verstärkt.

Starke Schmerzen verschlechtern die Lebensqualität und führen zu einem körperlichen Unwohlbefinden. Einfache Handlungen des täglichen Lebens können oft nur mit größten Anstrengungen erledigt werden. Mit einfachen Übungen lässt sich aber das Schlimmste verhindern. Egal, welchen Beruf man ausübt, die Wirbelsäule freut sich immer über etwas Gymnastik. Vor allem Personen, welche viel am Computer arbeiten, sind von Bandscheibenvorfällen der HWS betroffen. Regelmäßige Pausen mit einfachen Übungen entspannen den Nacken. Auch für eine leichte Massage ist die Wirbelsäule jederzeit zu begeistern und dankt es mit einem angenehmen Wohlbehagen.

Folgende Symptome sind typisch bei einem Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule (kurz: HWS)

  • Muskelverhärtungen nach einem Unfall, ebenso Nacken- und Halsschmerzen
  • Taubheits- und Empfindungsstörungen im Armen und Händen
  • Schwindel, der mit Erbrechen und Kopfschmerzen einhergehen kann
  • Seh- und Hörstörungen, wodurch ein unsicheres Gangbild entsteht
  • Ohrgeräusche, ähnlich wie bei einem Tinnitus

Quelle: http://www.hwssyndrom.org/symptome.php

Diese Symptome treten häufig direkt nach einem Unfall auf und sollten in Kürze abklingen. Ist dies nicht der Fall, kann es sich um das HWS-Syndrom handeln.